Neuigkeiten

Sisters an die Flipchart

Ganz am Beginn unserer Treffen wurden die Sisters gefragt, was sie anderen beibringen könnten. Eine Frage, zu der einige nur sehr schwer eine Antwort fanden. Ein Beispiel haben wir nun bei einem Freitagstreffen erleben dürfen. Mehrere von ihnen haben gezeigt, wie sich die arabische Schrift aufbaut und einige Variationen davon erklärt.  Da gibt es in der einen Form noch eine Menge Punkte, die die Zeichen ergänzen. Spannend, weil auch die Mädchen untereinander im Gespräch waren und eine Menge regionaler Unterschiede heraus gefunden haben.

Wie lebt es sich in einem Wohnprojekt?

 

Diese Frage haben wir Sigrid Mund gestellt, die in einem Wohnprojekt in Hamburg lebt. Hierfür besuchten wir sie in Hamburg Sankt Pauli. Für einige von uns war es der erste Besuch im Umfeld der Reeperbahn, die bei Tageslicht gar nicht so gefährlich aussah. Sigrid zeigte uns zuerst die verschiedenen Häuser und gab uns damit einen ersten Überblick. In dem Gemeinschaftsraum konnten wir dann viele Fragen stellen. Zum Beispiel, wie sie es als Bewohner schaffen, gemeinsame Entscheidungen zu treffen (was auch mal mühsam an dieser Wohnform sein kann), wie hoch die Kosten sind u.s.w. .

Dann im Anschluss durften wir Sigrids Wohnung anschauen, in die wir alle auch gerne einziehen würden! In diesem zweiten Teil unseres Treffens haben wir die Chance für ein Interview genutzt. Für uns Sisters ging es dabei um Sigrids Beruf, denn dieser hat eine Menge mit den Themen von Sisters Network zu tun. Als Berufberaterin für junge Migranten hat sie täglich mit den Fragen zu tun, die sich auch für uns stellen. Hört doch einfach mal rein:

Mit Atlas in den Park

In der vergangenen Woche haben wir unser Freitagstreffen in den Park verlegt. Mit Blick auf die Alster und den Hayns Park haben wir die Woche ausklingen lassen. Auf mitgebrachten Decken lag dann ein alter großer Atlas mit Karten aus aller Welt in unserer Mitte. Ein gute Gelegenheit für uns und die Sisters mehr über die Orte und Länder zu erfahren, in denen sie aufgewachsen sind. Wir hörten Geschichten zu Städten, Gebirgen, Flüssen und lange Wanderungen.

Der Traum vieler Mädchen: Ärztin werden

Der Beruf der Ärztin ist weltweit sehr gut angesehen. Auch in der Gruppe von Sisters Network gibt es mehrere Sisters, die schon seit Kindertagen dieses Ziel für sich gewählt haben. Wer mit etwa 16 Jahren nach Deutschland gekommen ist, für den steht der Spracherwerb und das Zurechtfinden im Vordergrund. Pläne für das eigene Studium werden hierdurch oft auf eine harte Probe gestellt. Bei unserem Besuch bei Frau Dr. Kühler, die eine Frauenarztpraxis in Hamburg Eimsbüttel hat, konnten viele Fragen nach Ausbildungs- und Studienwegen gestellt werden. Auch hier war wieder spannend, wie sich die Chancen von Frauen in ärztlichen Berufen in den letzten Jahrzehnten gewandelt haben.
Nebenbei bekamen die Mädchen die Chance sich ganz ungezwungen mit einer Frauenärztin zu unterhalten und ihr vor dem eigentlichen Interview in vertrauensvoller Runde Fragen stellen zu können.
Das würden wir als Erfahrung noch viel mehr jungen Frauen wünschen!

Zu Besuch bei der Frauenärztin Frau Dr. Kühler von der Praxis am Heussweg

Back in town

Einführung in das Thema Konfliktlösung durch Camilla

Sisters Network verbindet verschiedene Aktivitäten, was unsere Begenungen besonders abwechslungsreich und spannend gestaltet.
Gerade eben noch gemeinsam unterwegs in Ratzeburg, sind wir mittlerweile wieder zurück in Hamburg bei unseren regelmäßigen Wochentreffen. Die Räume im Goldbekhaus und die Rufe der Gänse im Vorbeiflug am Goldbekkanal sind uns inzwischen vertraut.
Von Big Sister Camilla kam der Vorschlag, ob wir uns nicht mal mit dem Entstehen von Konflikten und Lösungsmöglichkeiten beschäftigen wollen. Gedacht, getan, am vergangenen Freitag stellte sie uns in Grundzügen das Modell der gewaltfreien Kommunikation vor. In kleinen Improvisationen wendeten die Sisters erste Ideen daraus an. Es wurde schnell klar, wie viel dieses Thema uns im Alltag begegnet und das wir uns auf jeden Fall hiermit weiter beschäftigen werden!

Sisters Network unterwegs

5 Tage nur für uns – Wir entern Ratzeburg

Auf die gemeinsame Reise nach Ratzeburg haben sich die Sisters schon seit Monaten gefreut. Wir wurden beschenkt mit genialem Sommerwetter, Sonnenschein vom Morgen bis zum Abend.
In der wunderschön am Ratzeburger See gelegenen Jugendherberge fühlte es sich an, als ob wir in einem Luxus-Hotel eingecheckt hätten.
Die Tage waren bis oben gefüllt mit verschiedenen Aktivitäten. In unserem Gruppenraum haben wir uns tagsüber mit unterschiedlichen Themen beschäftigt. Dabei ging es z.B. um den eigenen Kulturbegriff, die unterschiedlichen Lebensgewohnheiten in den Herkunftsländern im Vergleich zum Leben in Hamburg, als auch z.B. um die UNO Menschenrechtscharta mit ihrem Anspruch und Realität. Der Geist bekam also eine Menge Input.
Für den Körper gab es Tanz bis in den frühen Morgen, Kanu- und Tretbootfahren, Spaziergänge, gemeinsames Schwimmen und die köstliche Verpflegung durch die Jugendherberge.
Eingebettet war dies alles in Musik, in gemeinsames Spiel, einen Ausflug an den Schaalsee und intensive Gesprächen in den unterschiedlichsten Konstellationen. Was wir bei diesem Programm sogar noch schafften, sind zwei Interviews mit Rolemodels vor Ort.
Erschöpft und erfüllt kamen wir zurück nach Hamburg. Es war ein unvergessliche Reise, die geprägt war von einem Sinn für die Gemeinschaft, herzlichem Miteinander und der gegenseitigen Unterstützung. Großes Kino 🙂

Während eines Tagesausfluges an den Schaalsee durften wir Sabine Löwel auf ihrem Bauernhof besuchen. Schon die erste Begegnung mit ihr beeindruckte die Mädchen, denn sie kam uns auf ihrem Trecker entgegen. Nach einer Hofführung, bei der ganz mädelslike erst einmal Lämmer beschmust wurden, erfuhren wir mehr über alte Haustierrasssen, sahen Schafe, Schweine, Hühner und schottische Hochlandrinder. Spannend anzuhören, was die Sisters so alles wissen wollten:

Zurück in Ratzeburg begrüßten wir am selben Abend noch einen Gast in der Ratzeburger Jugendherberge:
Frau Marion Wisbar, Geschäftsführerin des Modezentrums in Ratzeburg und Kommunalpolitikerin für die CDU im Kreis, nahm sich für Sisters Network Zeit. Zu ihrem Werdegang und politischen Engagement hatten die Mädchen viele Fragen, die sie ausführlich beantwortete:

Frau Marion Wisbar (hinten fünfte von rechts) und Sisters Network

 

viele Fotos von dieser Reise gibt es hier

Hallen für die Kunst, die Hamburger Kunsthalle

Was für eine Ehre!
Gestern wurden wir in der Hamburger Kunsthalle von Frau Dr. Karin Schick empfangen. Sie stellte uns das Museum vor und führte uns durch einen Teil der Ausstellung. Als Kunsthistorikerin ist sie am Haus als Kuratorin für die Kunst der klassischen Moderne zuständig.
Das Betrachten eines Triptychons von Emil Nolde über die Legende der Maria von Ägypten, Frauenbildnissen von Paula Modersohn-Becker oder auch dem Blick aus einem Fenster auf den Eiffelturm von Lyonel Feininger brachte uns zusammen in ein Gespräch über Kunst und dem, was die Künstler zu ihrer Arbeit motiviert hat.

Anschliessend nutzten die Sisters die Möglichkeit Frau Dr. Schick zu ihrem beruflichen Werdegang und den Arbeitsmöglichkeiten in einem Museum zu befragen.

Einfach das folgende Interview anhören: Es lohnt sich!

Frau Dr. Karin Schick stellte sich den Fragen von Sisters Network
Doch vorher besuchten wir die Ausstellung der klassischen Moderne
Wo ist der Eiffelturm?
Gemälde des Malers Otto Freundlich, dazu passend Rosa, sehr freundlich

Radioarbeit, Eis und spannende Gäste

Eis, Eis, Sisters

Bei wunderschönem Sommerwetter trafen wir uns am vergangenen Wochenende zu einem intensiven Workshop, bei dem es um den Einstieg in die Radioarbeit ging. Als Dozentin kam hierfür extra Elke Hofmann vom WDR aus Köln angereist. Die Hörfunkjournalistin hatte viele Übungen vorbereitet, damit es gleich an die Praxis gehen konnte. Doch vorher gab es einen kleinen theoretischen Ausflug zu den Bereichen Vorbereitung von Interviews, Fragetechnik und der Durchführung.

Damit das Ganze auch praxisnah war, hatten wir am ersten Nachmittag eine sehr interessante Frau zu Gast. Hülya Welkert, die seit Geburt blind ist, besuchte uns mit ihrem Begleithund Raphael und wurde von den Sisters in vier Gruppen befragt. Bei diesen ersten Schritten in Richtung Journalismus half es sehr, dass Hülya durch ihre offene und dynamische Persönlichkeit Hemmungen gar nicht erst aufkommen liess.

So erfuhren wir eine Menge über ihr Leben als berufstätige Mutter, über die Art, wie sie träumt, sich ihre Kleidung auswählt, die Unterstützung durch ihren Hund in ihrem Alltag, uvm. .Was auch ganz besonders interssant war: Hülya zeigte uns ihren Organizer, einer Art mobiler Schreibmaschine für Blindenschrift und erklärte uns den Aufbau der Brailleschrift.

Am Sonntag ging es am Vormittag besonders um die Aufnahmetechnik und um den Tonschnitt auf dem Computer. Dabei hatten die Sisters reichlich Möglichkeit zur praktischen Arbeit. Es war super, wie schnell diese die eigenen Tonaufnahmen innerhalb kurzer Zeit mit der kostenlosen Software Audacity schneiden und bearbeiten konnten.

Auch an diesem Tag dürften wir einen Gast begrüßen. Ceylan Beyoglu, stellte ihren aussergewöhlichen Beruf vor. Sie ist Regisseurin für Animationsfilme und lebt seit einigen Jahren in Hamburg. Zur Vorbereitung hatten wir den Trailer zu ihrem neuesten Film  The Round  angeschaut.
Die jungen Frauen erfuhren viel über ihren Berufsweg, dem Entstehen von dreidimensional animierten Figuren und welchen Raum das Zeichnen in ihrem Leben einnimmt.

Im Folgenden können die Interviews angehört werden, die im Rahmen des Workshops enstanden sind.

Interviews mit Hülya:

Interviews mit Ceylan:

Hülya Welkert (rechts), Stephanie Landa

 

Ceylan Beyoglu (ganz links), Elke Hofman (am Rechner) und Sisters

Fragen wie die Profis

Am kommenden Wochenende machen wir einen Workshop mit der Hörfunkjournalistin Elke Hofmann, die beim WDR in Köln arbeitet. Sie kommt extra zu uns nach Hamburg, um uns an zwei Tagen eine Einführung in die Radioarbeit zu geben. Der Schwerpunkt liegt in der Durchführung von Interviews. Die Sisters werden bald verschiedene Frauen an ihren Arbeitsplätzen erleben und diese Besuche durch  selbst erstellte Radiobeiträge dokumentieren. Das Ziel hierbei ist es, möglichst viel über die jeweiligen Berufe und die Werdegänge der Frauen zu erfahren. Damit das gelingen kann, wird uns Elke mit verschiedenen Fragetechniken und Herangehensweisen vertraut machen.
Um diese Arbeit möglichst praxisnah zu machen, haben wir einen Überraschungsgast mit einer ganz besonderen persönlichen Geschichte eingeladen.

Elke Hofmann, Autorin und Reporterin

In die Tiefe gehen – warum genau dieser Beruf?

Bei unseren regelmäßigen Treffen nutzen wir die Möglichkeit, uns intensiv auszutauschen. Neben den Themen z.B. der kulturellen Identität steht dabei die Frage der Berufswahl im Vordergrund. Nachdem wir in der vergangenen Woche mehr über die Berufswünsche der Sisters erfahren haben, ging es bei diesem Freitagstreffen um die persönliche Motivation. Warum möchte ich diesen Beruf ergreifen, welche Anforderungen stellt dieser an mich und wie passt er zu meinen indivuellen Begabungen? Zu diesen Fragen entwickelte sich ein spannendes Gespräch, in dem wir viel übereinander erfahren haben. Es ist beeindruckend, wie viel die Mädchen an Wissen und Erfahrung mitbringen.
Da mehrere von ihnen einen medizinischen Beruf ergreifen wollen, werden wir auf jeden Fall mindestens eine Ärztin an ihrem Arbeitsplatz besuchen. Diese Treffen von Rolemodels werden in Form von Radiointerviews durch die Teilnehmerinnen dokumentiert. Am kommenden Wochenende wird uns die Hörfunkjournalistin Elke Hofmann vom WDR aus Köln einen Einführungsworkshop in die Radioarbeit geben. Für den Samstag gibt es eine Überraschung: Damit wir gleich in die Praxis eintauchen können, kommt als Versuchsperson eine Frau, die viel zu erzählen hat …