Neuigkeiten

Neues Jahr, neues Glück,

Nachdem wir alle schöne und erholsame Ferien hatten, geht SisNet wieder voller Tatendrang ins neue Jahr.
Was steht an 2020: Welche wichtigen Prüfungen gibt´s? Was sind Feste und Feiertage? Was wollen wir unternehmen? Wen wollen wir treffen?Wir sind noch mitten in der Planung … Der Terminkalender füllt sich aber allmählich … Fest steht: Alle drei Gruppen freuen sich auf ein gemeinsames neues Jahr! Übrigens, die Wenigsten von uns haben Silvester bzw. Neujahr gefeiert … Denn Nouruz, Neujahrfest, ist für sie erst im März …Wie das gefeiert wird, davon werden wir berichten. 🙂

Zusammen wird das Jahr geplant
Überblick 2020

Sisters Network Sweatshirts

Mit Susanne Thurn haben wir einen Ausflug ins Handwerk gemacht.
Sie empfing uns mit einem strahlenden Lachen in ihrer Siebdruckwerkstadt an einem trüben Novembersamstag und begrüßte uns in ihrer eigene Werkstattt. Inmitten der Materialien, Farben und Werkzeugen fühlten wir uns sofort wohl. Susanne hatte für uns schon einige Vorschläge dabei, die wir intensiv diskutierten und schnell eine Idee fanden, die uns alle begeisterte.
Wer noch nie Siebdruck gemacht hat, sollte es unbedingt mal bei einem Workshop ausprobieren, es bringt riesigen Spaß. Zuerst geht es um die Entwürfe, dann die Vorbereitung der Siebe, dem Mischen der Farben, bis zum eigentlichen Druck. Die vier Stunden flogen an uns vorbei und am Ende waren für die Winterhuder Gruppe alle 14 Sweatshirt bedruckt und wir glücklich!
Übrigens bietet Susanne auch Workshops für interessierte Gruppen an 🙂
Wir versprechen Euch: Das bringt großen Spaß!

Besuch von Ärzte ohne Grenzen

Im Sommer sammelten wir Geld für Menschen im Jemen. Unsere vielen Kraniche, die wir selbst gefaltet haben, flogen in die Höhe von 435,56 – nicht in Metern, sondern Euro! Mehr dazu hier. Gemeinsam hatten wir entschieden, das Geld Ärzte ohne Grenzen anzuvertrauen.
Im November besuchte uns Wencke Petersen, die einige Jahre für die Organisation in den verschiedensten Krisengebieten als Logistikerin gearbeitet hat. So direkt davon zu hören, wie ihre Arbeit aussieht, war sehr spannend. Es ging um die persönlichen Herausforderungen in den häufig sehr gefährlichen Umgebungen. Wie kann den Menschen vor Ort geholfen werden? Wie lebt es sich in den Camps? Welche Privatsphäre gibt es? Wie gehen die Mitarbeiter mit der psychischen Belastung um und wie erleben die Angehörigen zuhause diese Situation?
Liebe Wencke, dein Besuch bei uns hat uns sehr beeindruckt. Du bist für uns ein Vorbild!

Wir sind auch Referentinnen

Die Iniative „Wir im Quartier“ ist ein Zusammenschluss von verschiedenen Akteuren in Hamburg, die gemeinsam mit Geflüchteten Angebote schaffen.
Dazu gehört auch die Gesprachsreihe Sichtweisen, zu der wir als Referentinnen eingeladen waren. In dem folgenden Beitrag wird die Veranstaltung so gut beschrieben, das können wir nicht besser. 😉

Hier geht es zur Seite von „Wir im Quartier„.

Schreiben mit Isabel Abedi

Bei unserem Besuch im August bei Isabel Abedi sprang der Funke über. Spontan hatte sie uns gefragt, ob wir Lust hätten mit ihr einen Workshop zu kreativem Schreiben zu machen. Natürlich wollten wir das!

In den Hamburger Herbstferien trafen sich Sisters aus den beiden bestehenden Gruppen in der Zentralbibliothek an drei aufeinander folgenden Tagen um gemeinsam Texte zu schreiben. Isabel ist mit ihren „Lola-Büchern“ und verschiedenen Jugendromanen, wie „Isola“ und „Whisper“ berühmt geworden. Sie brachte viele unterschiedliche Materiealien mit. Dabei waren Fotos, kleine Objekte, die aus einem Beutel gezogen wurden und vor allem jede Menge Übungen.

Die Schriftstellerin nahm uns mit auf eine Reise in die Welt der Fantasie und Sprache. Besonders für die Sisters, die erst seit wenigen Jahren Deutsch lernen, sind diese Impulse eine tolle Unterstützung. Dabei steht der Spaß beim Schreiben im Vordergrund und -anders als in der Schule- sind Fehler Nebensache. Die enstandenen Geschichten haben uns zum Lachen, Staunen und auch zum Weinen gebracht.

Wir freuen uns auf nächste Mal!

Danke Isabel!

Auf zum NØRDEN

Wie die Zeit verfliegt! Im September fuhren einige von uns schon zum zweiten Mal auf das NØRDEN Festival in Schleswig. Wir erreichten nach einer fröhlichen Zugfahrt und einem Spaziergang das Festivalgelände auf den Königswiesen.

Hier, am Ufer der Schlei, konnten wir verschiedenste Sachen ausprobieren. Den Anfang machten wir an einem Stand, bei dem wir Kränze binden lernten.

Danach ging es weiter zu einem Kurzfilmfestival, verschiedenen Kleinkunstvorstellungen und Livemusik. Wir trafen den Festivalleiter Manfred Pakusius, der uns über die Herausforderung berichtete, eine solche Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Er stellte uns zum Beispiel die Männer vor, deren Aufgabe es ist, die Musiker zu buchen und zeigte, wie beim Festival das Thema Nachhaltigkeit berücksichtigt wird.

Wir hatten großen Spaß und kommen nächstes Jahr gerne wieder : )

SisNet auf Kampnagel

So langsam sind wir Profis für Gespräche über unsere Gruppenaktivitäten.
Auf dem Forum Flüchtlingshilfe, einer Veranstaltung am 30. August 2019 auf Kampnagel, war jede von uns in unzählige Gespräche vertieft, denn es kamen viele Interessenten, die mehr über unsere Gruppe erfahren wollten. Das hat uns sehr viel Spaß gebracht!

Wir waren mit einem Stand auf dem Forum Flüchtlingshilfe vertreten.

Gespräch mit einer Chemikerin

Da einige unserer Sisters in den naturwissenschaftlichen Fächern besonders gut sind, haben wir uns sehr über den Besuch von Heike gefreut. Die Mutter von zwei erwachsenen Kindern arbeitet bei der Unfallkasse Nord. Es wurde ein langes Gespräch zu Fragen des Studiums, nach Hobbies und der Vereinbarkeit von Arbeit und Familie.

Nachdem Heike uns so viel Zeit geschenkt hat, war es eine Freude, uns bei bei ihr mit einer Unterrichtsstunde im „Kraniche falten“ zu bedanken.
Das wollte sie unbedingt lernen, nachdem sie gesehen hatte, wieviel Erfahrungen wir damit haben.

SisNet bei Isabel Abedi

Mit der S-Bahn fuhren wir aus der Stadt heraus nach Bergedorf. Direkt an Bahngleisen lebt die Autorin Isabel Abedi in einem alten Bahnhofsgebäude. Allein das wäre schon eine Reise wert gewesen. Isabel hat viele bekannte Kinder- und Jugendbücher geschrieben. Für uns war dieser Besuch die perfekte Möglichkeit einer Schriftstellerin persönlich zu begegnen.
Herausgekommen ist dabei das folgende Interview in zwei Teilen. Wir sind uns sicher, dass die Hörer dabei viel Spannendes über das Leben und das Berufsfeld dieser temperamentvollen und empatischen Frau erfahren werden.

Vielen Dank, liebe Isabel!
Wir freuen uns sehr auf unser Wiedersehen mit Stift und Papier 🙂

Unser Interview mit der Schriftstellerin Isabel Abedi Teil 1
Zweiter Teil des Gespräches mit Isabel Abedi
Isabel Abedi (2. Reihe, 4. von rechts) mit Sisters Network
Bei Sisters Network kannst du Reporterin sein
Fragen über Fragen und spannende Antworten

Zeitzeugin aus den USA zu Gast

„Auf dem Rücken trug ich meinen Schulranzen, an dem links und rechts meine Schuhe baumelten. Im Ranzen waren Butterbrote und hartgekochte Eier.“

Sie hatte eine weite Anreise: Unser Gast Frau Sigrid R. Whaley

Am Mittwoch, den 14. August trafen wir uns mit Frau Sigrid R. Whaley aus Maryland, U.S.A. zu zwei spannenden Stunden in der Zentralbibliothek.
Frau Whaley ist in den letzten Kriegswochen des 2. Weltkrieges als junges Mädchen aus dem heutigen Polen nach Hamburg geflohen. Dort wurde sie von Verwandten aufgenommen. Nach vier Jahren verliess sie Deutschland, weil ein kinderloses Ehepaar aus Amerika angeboten hatte, sie zu adoptieren. In der neuen Heimat warteten 1949 viele Herausforderungen auf die 18 Jährige, bis sie sich auch hier zuhause fühlte.

Es war beeindruckend, mit welcher Offenheit diese lebhafte Zeitzeugin uns an ihren Erfahrungen teilhaben liess. Ihr Optimismus hat alle beeindruckt. Zu verschiedenen Stichworten wie: Sprache, Heimat, Schule, Aufbruch, Ankunft, Freiräume, Unterstützer, Wahlfamilie, Beruf– erfuhren wir mehr über diese Zeit direkt nach dem zweiten Weltkrieg. Auch damals gab es wenig Wohnraum in Hamburg. Die Winter waren kalt und das Essen war knapp.

Im Anschluss machten wir einen Zeitsprung in die Gegenwart, und jede Sister berichtete von ihren individuellen Erfahrungen zu einem der Begriffe. Vieles davon schloss sich nahtlos an Frau Whaleys Erinnerungen an. Ob Flucht 1945 oder 2015, es sind die ganz persönlichen Geschichten, zu denen wir uns ausgetauscht haben.
Und um das Ankommen in einer neuen Umgebung zu erleichtern, bekamen wir von unserem weitgereisten Gast einen Tipp mit auf den Weg, der es ihr damals leichter gemacht hat:

„Ich hatte immer Ziele, die ich mir vorgenommen habe. Das hat mir so sehr geholfen.“