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Sisters Network unterwegs mit Angela Merkel

Wir sind zurück. Und wir haben es geschafft- ein Foto mit der Bundeskanzlerin in Berlin. Und es wurde nicht nur ein Foto mit ihr, sondern eine ganze Reihe… Bis auf wenige Meter sind wir in ihre Nähe gekommen, als wir durch das Bundeskanzleramt geführt wurden. Leider haben unsere Termine ein ausführliches Treffen nicht zugelassen. Unser Flixbus Chauffeur wartete 😉
Heute müssen wir uns ersteinmal ausschlafen. Hier ist ein ausführlicher Bericht.

Nur noch wenige Stunden bis zur Abfahrt

Die Aufregung steigt bei uns. Noch einmal Schlafen und dann geht es morgen ganz früh los in die Hauptstadt.
Wir haben ein volles Programm, mit Theater, Ausstellungen, Berliner Geschichte, einem Atelierbesuch bei einer Malerin, dem Besuch des Bundestages, des roten Rathauses und zum Schluss kommen wir der Kanzlerin ganz nah. Wir werden davon berichten…

Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!

In wenigen Wochen ist es endlich so weit und Sisters Network fährt nach Berlin. Für uns ist es die zweite gemeinsame Reise. Im vergangenen Jahr blieben wir in der Umgebung von Hamburg und hatten eine tolle Zeit in Ratzeburg.

Jetzt trauen wir uns weiter hinaus und freuen uns auf 4 aufregende Tage in Berlin. Zur Zeit stecken wir mitten in den Planungen und sind noch offen für Ideen. Neben Ausstellungsbesuchen, der Vermittlung der Nachkriegsgeschichte Deutschlands und einem kreativen Atelierbesuch bei einer Berliner Künstlerin werden wir eine Bundestagsdebatte von der Besuchertribüne aus mitverfolgen können.

Immer wieder sprechen die Sisters über die Vorbildfuntion, die die Bundeskanzlerin für sie hat und wie gerne sie ihr einmal begegnen würden.
Es gibt doch Wunder, oder etwa nicht?! Bitte drückt uns alle die Daumen, vielleicht schaffen wir es ja tatsächlich. Danke für die Unterstützung 🙂 .
An dieser Stelle geht unser ganz besonderer Dank an die Kurt und Maria Dohle Stiftung, die diese Reise ermöglicht!

Was die Sisters Frau Merkel gerne fragen würden, erfahrt ihr in dem kleinen Film:

Kekse, Tannenbaum und Rote Zora

Die Überschrift sagt schon alles.
Zum Jahresende wollten die Sisters gerne eine richtige Weihnachtsfeier machen.
Aus diesem Wunsch wurde ein ganzer Sonntag.
Sehr passend für Sisters Network, hatte das Thalia Theater in diesem Jahr „Die rote Zora“ als Jugendstück auf dem Programm. Und -Wow- das war ein passendes Thema in einer mitreissenden Inszenierung. Wir starteten am Sonntag, den dritten Advent, mit dem Besuch der Theatervorstellung. Alle Sisters, die zum ersten Mal in diesem Theater waren, saßen ganz vorne im Parkett. Das Staunen und die Emotionen hat sie sichtbar ergriffen. Ein genialer Einstieg in die Erfahrung mit diesem Medium.
Im Anschluss ging es dann gemeinsam auf zur Weihnachtsfeier im privatem Rahmen. Dabei schmückte eine Gruppe den Tannenbaum, eine andere baute die Krippe auf und einige bucken Kekse. Beim anschliessenden Wichteln ging es fröhlich zu und alle hatten am Ende ein Geschenk in den Händen.

Bei allem Feiern haben wir auch gespürt, wie sehr wir uns auf die Ferien zum Jahreswechsel freuen. In den kommenden Monaten stehen wichtige Prüfungen an, die immer wieder Gesprächsthema sind. Wie gut, dass wir Dank der Zusage der Homann Stiftung nach vorne denken dürfen und Pläne für das kommende Jahr schmieden können. Davon später mehr…

Danke Fatma!

Bei diesem Freitagstreffen hatten wir eine junge Frau zu Gast.
Fatma ist Mitte zwanzig und schliesst gerade ihr Medizinstudium ab. Schon allein das ist für die Sisters eine spannende Möglichkeit, mehr über solch ein Studium erfahren zu können. Das es nicht immer einfach ist, konnten wir uns vorstellen.
Hier nun hörten wir mehr über den Umgang mit den Zweifeln und der Suche und dem Finden eines eigenen Weges. Wenn Fatma sich für die Fachrichtung der Kinderärztin entschieden hat, dann begründet sie das unter Anderem auch mit ihren persönlichen Erfahrungen als Deutsche mit senegalesischen Vater.

Es ist ihr wichtig, den Sisters Mut zu machen nach dem eigenen Willen zu gehen, denn: „… wenn du weißt, du willst das wirklich – dann schaffst du das!“

Wen das neugierig gemacht hat, kann noch mehr in dem Interview erfahren:

Türen öffnen und ins Gespräch kommen

Am vergangenen Freitag erlebten wir als Sisters Network Gruppe einen wichtigen Meilenstein:

Zum ersten Mal luden wir zu einen Tag der offenen Tür ein, um einem größeren Kreis an Interessenten die Arbeit von Sisters Network zeigen zu können. Die Idee zu einem solchen Termin kam von den Teilnehmerinnen, die sich auch bei den Vorbereitungen intensiv engagiert haben.
Es war uns wichtig, einen Überblick zu unseren vier Schwerpunkten zu schaffen. So zeigte eine kurze Runde, wie unsere Freitagstreffen starten und wie stark diese helfen, um voneinander mehr zu erfahren. Eine Teilnehmerin berichtete über unsere Besuche bei Frauen und den mit ihnen geführten Interviews. Das Entwickeln der sprachlichen Fähigkeiten und Fragen der Berufsorientierung können hier besonders gut verbunden werden. Eine andere Teilnehmerin erzählte sehr anschaulich, wie sich durch unsere Besuche bei kulturellen Veranstaltungen für sie neue Räume eröffnen, die ihr Leben hier bereichern. Unsere gemeinsame Reise im Mai 2018 führte die verschiedenen Bereiche zusammen und hat ganz wesentlich dazu beigetragen, dass das von den Sisters empfundene Gefühl einer zweiten Familie durch die Gruppe von Sisters Network entstehen konnte.
Um an diesem Termin auch mit unseren Besuchern in Gespräch zu kommen, haben wir ein Thema gesucht, dass wir gemeinsam auf unsere Weise bearbeiten könnten. Nach längeren Diskussionen im Vorwege haben wir uns als Gruppe auf einen Bereich einigen können und wir starteten mit einem Brainstorming zu „Kopftuch“. Schnell entspann sich ein intensiver Austausch auf Augenhöhe, an dem sich die Sisters und die BesucherInnnen intensiv beteiligten. Es ging um Vorurteile, um persönliche Erfahrungen, um das Recht auf Selbstbestimmung bis hin zu Fragen der Frauenrechte. Ein weites Feld, bei dem die Diskussion noch deutlich länger hätte dauern können.
Im anschliessenden Gespräch bei Snacks und Getränken war zu hören, wie spannend und informativ dieser Termin war. Eigentlich könnte hieraus das Format zu einem regelmäßigen Salon stattfinden, oder?!

Und wie lernst du?

Big Sister Anne-Marie stellte im Oktober ein Thema vor, dass für alle Sisters von zentraler Bedeutung ist: „Wie lerne ich?“ und „Wie lerne ich effektiv?“.

Viele der Teilnehmerinnen haben im kommenden Sommer Prüfungen. Wir beschäftigen uns gemeinsam mit den Möglichkeiten, wie sie sich und ihr Lernen besser darauf vorbereiten können. Einzelne Mädchen haben bereits ihre individuellen Strategien gefunden. Davon habe sie in der Gruppe berichtet und Tipps gegeben. Von Karteikarten, dem täglichen Wiederholen bis hin zu Pausen und gesunder Ernährung, waren da unterschiedliche Ideen dabei. In dieser gewachsenen Gruppe trauen sich Einzelne ganz offen zuzugeben, wie schwer es ihnen fällt, sich auch wirklich auf  das Lernen zu konzentrieren. Wer kennt das nicht?!

Interviewpartnerin für naturwissenschaftliche Berufe gesucht

Nach den Schulferien wollen wir wieder Frauen an ihren Arbeitsplätzen zu ihren Berufen interviewen.

Hierzu sind wir auf der Suche nach interessanten Begegnungen mit Frauen, die im naturwissenschaftlichen Bereich arbeiten und uns davon berichten wollen. Das könnte zum Beispiel eine Physikerin, eine Biologin oder auch Chemikerin sein…

Wer hat eine Idee und könnte uns einen Kontakt vermitteln? Hier finden sich unsere Kontaktdaten. Vielen Dank!

Ausflug zum Norden Festival

Mitte September fuhr ein Teil der Sisters Network Gruppe für einen Tag auf das „Norden Festival“ in Schleswig, ganz im Norden Schleswig-Holsteins. Die Einladung, dieses nordische Kunst- und Kulturfestival zu besuchen, bekamen wir von Manfred Pakusius, dem Initiator und Leiter der Veranstaltung.

Morgens früh starteten wir gemeinsam am Hauptbahnhof in Hamburg und erreichten nach gefühlten 20 Minuten gegen Mittag das Festivalgelände, welches direkt an der Schlei lag. In den folgenden Stunden nutzten die Sisters fast alle Möglichkeiten, die das „Norden“ anbot. Ob Bogenschiessen, Klettern bis in 10 Metern Höhe, Zaubershow, verschiedene Konzerte oder ein Tanzworkshop – der Tag hätte ruhig noch etwas länger sein dürfen. Was eine besondere Ehre war: Manfred Pakusius nahm sich persönlich für uns Zeit. Er führte uns über das Gelände, berichtete über die Planungen für ein Event dieser Größenordnung, was ihm daran besonders wichtig ist, nahm uns mit in den Backstagebereich, wo wir Künstler kennenlernen konnten und beantwortete alle unsere Fragen.

Damit wir am Abend wieder pünktlich zurück in Hamburg sein konnten, ging es gegen 18:00 Uhr wieder zurück zum Bahnhof. Dank WhatsApp&Co hatten die anderen Sisters schon am Tag mitverfolgen können, was sie versäumten.
Kein Sorge, wir haben Ideen für weitere Ausflüge.

Ach, ja: „Norden, the nordic art festival 2019“ Wir kommen wieder 🙂

In der Bahn nach Schleswig
Die Sisters üben Bogenschiessen
Noch am Boden
… und dann in ca 10 Metern Höhe

Sommerfest mit Neda Rahmanian

Auf unserem Sommerfest lernten die Sisters nun endlich Neda Rahmanian kennen, die Schirmfrau von Sisters Network. In den vergangenen Monaten war Neda zu Dreharbeiten in Kroatien und verfolgte aus der Ferne, was wir bei Sisters Network gemeinsam erlebten. Sie war sehr gespannt auf die Mädchen und tauchte bei diesem Treffen sofort ein in unsere lebendige und quirlige Gruppe. Da ging es in den Gesprächen in der Runde am großen Tisch gleich um die verschiedenen Erfahrungen des Lebens mit kultureller Vielfalt, um die Biografien als Frauen, dem Leben und Arbeiten in Deutschland.

Für unser buntes Buffet hatten alle etwas beigesteuert und so saßen wir bei internationalen Köstlichkeiten lange zusammen. Zu späterer Stunde gabe es dann noch Spiele, wie zB „Wer bin ich“, bei dem jede einen Zettel mit dem Namen einer bekannten Persönlichkeit auf die Stirn bekam und sich durch Ja/Nein Fragen die Lösung herausfinden konnte.

Wir sind in den vergangenen Monaten sehr vertraut miteinander geworden. Viele Erfahrungen haben wir gemeinsam gemacht. Wir haben diskutiert, gelacht und uns auch kraftvoll auseinandergesetzt. Die Reise nach Ratzeburg hat dieses noch vertieft. Nun, so kurz vor den Sommerferien, geht das erste Kapitel zu Ende.

Die Sisters berichten, dass sie in dieser Gruppe sehr gestärkt werden. Dass es ihnen Orientierung gibt, wie sie die nächsten Schritte in die Berufstätigkeit gehen können. Das Erleben dieser Gemeinschaft, die sich gegeseitig unterstützt, fehlte eigentlich allen. Durch den Verlust der Heimat, waren die meisten von dieser Qualität der ausserfamiliären Kontakte beraubt. Für Einzelne konnten wir Praktika vermitteln und die Teilnahme eines internationalen Sprachcamps ermöglichen. Wir nutzen unsere umfangreichen persönlichen Netzwerke um die Sisters bei drängenden Fragen, wie z.B. Wohnungssuche und Ausbildungssuche zu unterstützen.

Hinter den Kulissen setzen wir uns intensiv dafür ein, dass wir diese Gruppe nach dem Sommer weiter führen können. Gespräche hierzu laufen. Einige Plätze wollen wir neu schaffen und sind offen für Bewerbungen von jungen Mädchen, die gerne bei Sisters Network mitmachen wollen, ob als Sister oder Big Sister.
Je nach Möglichkeiten, können wir uns auch vorstellen weitere Sisters Network Gruppen anzubieten, die dann von verschiedenen Frauen geleitet werden. Auch hierfür gibt es schon Vorgespräche.

Wir möchten uns an dieser Stelle besonders herzlich bei der Homann Stiftung bedanken, deren Vertrauen in das Konzept und deren finanzielle Unterstützung für Sisters Network diesen gelungenen Projektstart überhaupt erst ermöglichte.

Wenn auch Sie gerne diese Arbeit unterstützen möchten, oder auch Ideen für eine Zusammenarbeit haben, freuen wir uns sehr über Ihre Nachricht.