Neuigkeiten

Endlich wieder unterwegs

Wir haben es gewagt! Anfang Oktober waren Teilnehmerinnen aus allen Gruppen zusammen mit Big Sisters für fünf inspirierende Tage in Ratzeburg. Klar, die Hygieneregeln haben uns immer wieder vor Herausforderungen gestellt. Aber das hat uns nicht davon abgebracht die gemeinsame Zeit voll auszukosten. Wir alle brauchten so sehr diese gemeinsame Auszeit, um fernab von Familie und Schule auf neue Gedanken zu kommen und Kraft zu tanken.

Für die Zeit am Ratzeburger See hatten wir uns genügend Programm vorgenommen. Ganz wichtig sind bei unseren Treffen die Gespräche. Bei unseren Reisen können wir auch über Themen sprechen, die das übliche Format der Wochentreffen sprengen. Dieser Austausch, ob in der großen Gruppe, oder in kleineren bis tief in die Nacht, lässt uns zusammenwachsen. Dabei kommen Dinge zur Sprache, die in dieser Gemeinschaft gut aufgehoben sind.

Nach zwei Tagen kamen vom Freitag bis Sonntag Tine und Yvonne von der Projektschneiderei aus Hamburg hinzu, die mit uns ein gemeinsames Vorhaben verwirklichen. Es geht um ein sehr individuelles Ausstellungsformat, mit dem wir Sisters Network einer größeren Öffentlichkeit präsentieren wollen. Wie das geschehen wird, ist noch etwas geheim. Soviel sei schon mal verraten: Es wird bunt, informativ und auch sehr persönlich. Es wird ab Frühjahr kommenden Jahres zu sehen sein… Wo und Wann werden wir hier auf der Seite bekannt geben.

Wir können auch kreativ sein 🙂
Aufgabe bei der Rallye: Wo ist diese Strasse?
Was daraus wohl werden soll?
So wahr!
Sisters Network Seidentuch

Ferien und Lernen, das passt gut!

Nachdem wir uns im Juni über 25 Laptops für die Teilnehmerinnen durch die Unterstützung der Hans Weisser Stiftung freuen dürften, haben wir uns auch gleich an den nächsten Schritt getraut: Die Planung von Kursen, in denen Basiswissen im Umgang mit Computern vermittelt werden.
Alle Sisters verfügen über Smartphones und können routiniert mit sozialen Medien umgehen. Fast alle haben in den vergangenen Monaten die Aufgaben beim Homeschooling mit den Smartphones gemeistert. Wie jedoch ein Rechner aufgebaut ist, wie dieser sinnvoll für die schulischen Aufgaben genutzt werden kann, ist eine ganz andere Anforderung.
In den Sommerferien war es dann soweit. Glücklicherweise stellte uns die Zentralbibliothek in Hamburg ihren wunderschönen großzügigen Veranstaltungsraum zur Verfügung.
An drei Wochen hintereinander fand jeweils an den Vormittagen ein Computerkurs statt. Dabei ging es von den allerersten Schritten bis hin zu Präsentationen, Internetrecherche, Schreibprogrammen, etc. Da aufgrund der strengen Hygienevorgaben die Gruppen sehr klein sein mussten, war dadurch auf der anderen Seite ein sehr intensives Lernen möglich. Und so bekamen Sisters aus allen drei aktuellen Sisters Network Gruppen die Chance daran teilzunehmen. Aus einem Kurs kam schon die Anfrage, ob wir nicht gemeinsam programmieren lernen wollen, … mal schauen!

An den Nachmittagen dieser drei Wochen fand zusätzlich ein durchgehender Englischkurs statt. Wir wissen aus vielen Gesprächen, wie hoch hier der Wunsch nach Unterstützung ist, da viele Sisters erst in Deutschland zusätzlich zur deutschen Sprache auch Englisch neu lernen. Dadurch sind sie im Vergleich zu Mitschülerinnen ein paar Jahre hinterher.
Bei den 12 Terminen am Nachmittag haben wir ganz bewusst den Schwerpunkt auf das Sprechen gelegt. Die Chance, bei dieser Gelegenheit ganz ohne Notendruck und mit viel Freude zum Beispiel die Texte von Songs aus den Charts zu ergründen, hat die Gruppe intensiv genutzt!

Die Teilnehmerinnen beider Angebote bekamen nach erfolgreicher Teilnahme natürlich auch ein persönliches Zertifikat überreicht.

Für uns alle war es eine gute Erfahrung zu erleben, wie wichtig das gemeinsame Lernen mit Freundinnen ist. Seit dem Frühjahr war es für alle die erste Zeit, in denen sie sich wieder regelmäßig in einer Gruppe trafen. Dabei wurden auch viele andere Dinge besprochen, die ihnen auf dem Herzen lagen…

Endlich!

In den vergangenen Monaten haben sich unsere Aktivitäten verändern müssen. Nein, – dem Wort mit C***** wollen wir hier nicht auch noch Raum geben!

Es gab viele Gespräche am Telefon, unendliche Textnachrichten am Handy und Videotreffen übers Internet. Alle drei Gruppen haben ihre Wege gefunden, um weiter miteinander im Kontakt zu bleiben. Und was wir dabei natürlich spürten war, wie wichtig die richtigen Treffen für uns sind.

Dank einer Hamburger Stiftung konnten wir 25 Laptops für unsere Sisters anschaffen. Für die Schülerinnen ist es ein ganz wichtiger Schritt, um bei den schulischen Anforderungen mithalten zu können. Wir sind aktuell in Gesprächen, um im Sommer Coputerschulungen und einen Englischkurs anzubieten. Wir sehen darin eine dringend benötigte Unterstützung, um vorhandene Wissenslücken im vertrauten Kreis auffüllen zu können.

Gestern hatte endlich die Freitagsgruppe wieder ein gemeinsames Treffen am vertrauten Ort im Goldbekhaus. Wie hat das uns allen gut getan!
Im Anschluss wurden unsere schlechten Erfahrungen aus den vergangenen Wochen gemeinsam verbrannt.

Weg damit

Welt. Wir sind wieder da!

And the Winner is… SisNet :)

Foto©Thalia Theater

Wenn im Thalia Theater Gaußstrasse Bananen über der Bühne schweben, junge Frauen in schwarz/roter Kleidung auf der Bühne stehen und es schaffen, dass im ausverkauften Saal das Publikum das Atmen vergisst, dann steht die Freitagsgruppe von Sisters Network auf der Bühne.
Im Rahmen des Unart Festivals, einem Jugend Performance Wettbewerb, traten die Sisters mit sechs weiteren ausgewählten Gruppen an zwei Abenden in dieser Woche mit ihrer Performance „Schweigen oder Schreien“ auf.


Die Vorbereitungen hierfür begannen im vergangenen Herbst. Stephanie Landa war der Wettbewerb bereits bekannt. Sie konnte die Sisters sofort für eine Teilnahme begeistern. Beim nächsten Schritt, der selbstgewählten Auswahl des Themas, ging es allerdings hoch her. Wir erlebten in der Gruppe, welch intensive Emotionen das Thema „Scham“ bei uns allen auslöst und wie stark die einzelnen Persönlichkeiten bei uns sind, also echtes Konfliktpotential 😉
Mit dieser Energie konnten wir arbeiten. Es folgten Wochentreffen, in denen wir unsere verschiedenen Erfahrungen zusammentrugen und die Wogen glätten konnten. Wie gut, dass wir uns zum Teil schon seit zwei Jahren kennen.
Vom Thalia Theater bekamen wir dann die Performerin Anne Pretzsch zum Coachen zur Seite gestellt, die mit ihrer zugewandten und ruhigen Art in idealer Form die weiteren Schritte begleitet hat. Ihr zur Seite stand von Sisters Network Leonie Landa, unsere BigSister, die selbst vor einigen Jahren bei Unart teilgenommen hat und als Schauspielerin und Sprecherin arbeitet.
An mehreren Wochenendtreffen wurden kiloweise Bananen vertilgt und intensiv geprobt. Ideen enstanden, wurden zum Teil wieder verworfen und immer wieder mit der Gruppe ausprobiert. Anne ist es gelungen, diese Vielfältigkeit in eine Form zu bringen. Die unterschiedlichen Facetten von Bewegung, Sprache und Toneinspieler ergaben am Ende eine rund 15 minütige Performance. Und wer dachte, dass Darstellerinnen auf der Bühne bleiben, wurde am Ende überrascht, denn … Ach, das soll lieber eine Überraschung bleiben!
All diese Erlebnisse waren für unsere Gruppe auf der Bühne eine Riesen- erfahrung. Und auch die beiden anderen Sisters Network Gruppen, die natürlich die Aufführungen besuchten, waren sehr beeindruckt und möchten es ihren Sisters gleichtun!

Die Schauspielerin Neda Rahmanian, unsere Schirmfrau, war am ersten Abend dabei und ganz von den Socken. Sie fieberte am Mittwoch dann am Handy mit uns, um die Ergebnisse der Jury zu erfahren. Wo ein Wettbewerb, da GewinnerInnen und auch die Chance keine Auszeichnung zu erhalten. Das wussten wir und die anderen Gruppe ebenso. Es gehört eben dazu. Wir waren zu dem Zeitpunkt jedoch schon ganz im Reinen mit unserer Performance, denn wir konnten spüren, dass unser Wagnis bei der Themenauswahl, unser Mut und unsere Power beim Publikum angekommen ist. Wie der Schauspieler Steffen Siegmund, der als Moderator durch den Abend führte sagte: Standing Ovations hätte er bei diesen Wettbewerben vorher noch nie erlebt. Besonders am ersten Abend schien der Applaus nicht enden zu wollen. Wir haben es genossen!


Am Mittwochabend folgte dann -spät- die Verkündung der Preise. Bei der Wahl des Publikums lag unsere Performance an beiden Abenden deutlich vorne: der erste Platz im Publikumsvoting ging an uns, Tataaaaaaaa!
Den zweiten Platz erhielt übrigens eine Gruppe, die direkt vor uns auf der Bühne stand und mit ihrer zu Herzen gehenden Performance zum Thema Aufwachsen und Sterben die Bühne rockte. Dabei durfte auch gelacht werden, Gratulation!
Zwei Gruppen wurden ausgewählt beim Best of Unart in Dresden dabei zu sein. Ein toller Preis, jedoch nicht für uns.
Es wurde immer spannender, denn am ersten Abend hatten VertreterInnen der BHF BANK Stiftung, die Unart erdacht haben und seitdem in Kooperation mit vier großen deutschen Theatern durchführen, eine Riesenüberraschung verkündet. In diesem Jahr wird erstmalig ein neues Festival, das YOU PERFORM stattfinden, welches auf europäischer Ebene veranstaltet wird. Im Mai werden Gruppen aus unterschiedlichen Ländern für eine ganze Woche nach Hamburg kommen, gemeinsam in Workshops arbeiten und ihre Arbeiten präsentieren. Eine der Hamburger Gruppen sollte die Ehre haben und Hamburg bei diesem Festival vertreten dürfen.
Uuuuuuund das wird „Sisters Network“ mit „Schweigen oder Schreien“ sein.
Die Jury dazu: „Die Gruppe hat … sehr viel Emotionen … sehr ins Mark getroffen.“ Was für ein Abend! Was für eine schöne Party danach!

Danke an Anne, an die Unart OrganisatorInnen in Hamburg und an unsere Unterstützerinnen, die uns nachts noch zum Teil auf stundenlangen Wegen nach Hause gebracht haben!

Private Sprechstunde bei der Frauenärztin

Das war besonders: Frauenärztin Dr. Marianne Löwisch hat für Sisters Network am frühen Abend extra nochmal ihre Praxistür geöffnet und uns in einer „privaten“ Sprechstunde Rede und Antwort gestanden: Wieso ist sie Frauenärztin geworden? Wie erlernt man den Beruf? Nimmt sie auch Schüler-Praktikanten? 🙂 Und und und. 
Wir danken Frau Dr. Löwisch für Ihre Zeit, Geduld und Unterstützung!

Sisters Network on ice

Darauf haben wir uns schon lange gefreut – endlich mal gemeinsam Schlittschuh laufen!Nach tagelangem Regenwetter war´s heute klirrend kalt, aber trotzdem wunderschön und wir konnten die Eisbahn unsicher machen. Unsicher bzw. ein bisschen wackelig auf den Beinen waren tatsächlich ein paar von uns … Dafürwar aber auch die Mehrheit zum allerersten mal auf Schlittschuhen unterwegs – Respekt! Niemand hat sich verletzt und alle hatten jeden Menge Spaß. Das machen wir sicher nochmal wieder!

Zum ersten Mal Eislaufen…
… und schon fast Pirouetten.

Neues Jahr, neues Glück,

Nachdem wir alle schöne und erholsame Ferien hatten, geht SisNet wieder voller Tatendrang ins neue Jahr.
Was steht an 2020: Welche wichtigen Prüfungen gibt´s? Was sind Feste und Feiertage? Was wollen wir unternehmen? Wen wollen wir treffen?Wir sind noch mitten in der Planung … Der Terminkalender füllt sich aber allmählich … Fest steht: Alle drei Gruppen freuen sich auf ein gemeinsames neues Jahr! Übrigens, die Wenigsten von uns haben Silvester bzw. Neujahr gefeiert … Denn Nouruz, Neujahrfest, ist für sie erst im März …Wie das gefeiert wird, davon werden wir berichten. 🙂

Zusammen wird das Jahr geplant
Überblick 2020

Sisters Network Sweatshirts

Mit Susanne Thurn haben wir einen Ausflug ins Handwerk gemacht.
Sie empfing uns mit strahlendem Lachen in ihrer Siebdruckwerkstadt an einem trüben Novembersamstag in ihrer eigenen Werkstatt. Inmitten der Materialien, Farben und Werkzeugen fühlten wir uns sofort wohl. Susanne hatte für uns schon einige Designs vorbereitet, die wir intensiv diskutierten und schnell eine Idee fanden, die uns alle begeisterte.
Wer noch nie Siebdruck gemacht hat, sollte es unbedingt mal bei einem Workshop ausprobieren, es bringt riesigen Spaß. Zuerst geht es um die Entwürfe, dann um die Vorbereitung der Siebe, dem Mischen der Farben, bis zum eigentlichen Druck. Die vier Stunden flogen an uns vorbei und am Ende waren für die Winterhuder Gruppe alle 14 Sweatshirt bedruckt und wir glücklich!
Übrigens bietet Susanne auch Workshops für interessierte Gruppen an 🙂
Wir versprechen Euch: Das bringt großen Spaß!

Besuch von Ärzte ohne Grenzen

Im Sommer sammelten wir Geld für Menschen im Jemen. Unsere vielen Kraniche, die wir selbst gefaltet haben, flogen in die Höhe von 435,56 – nicht in Metern, sondern Euro! Mehr dazu hier. Gemeinsam hatten wir entschieden, das Geld Ärzte ohne Grenzen anzuvertrauen.
Im November besuchte uns Wencke Petersen, die einige Jahre für die Organisation in den verschiedensten Krisengebieten als Logistikerin gearbeitet hat. So direkt davon zu hören, wie ihre Arbeit aussieht, war sehr spannend. Es ging um die persönlichen Herausforderungen in den häufig sehr gefährlichen Umgebungen. Wie kann den Menschen vor Ort geholfen werden? Wie lebt es sich in den Camps? Welche Privatsphäre gibt es? Wie gehen die Mitarbeiter mit der psychischen Belastung um und wie erleben die Angehörigen zuhause diese Situation?
Liebe Wencke, dein Besuch bei uns hat uns sehr beeindruckt. Du bist für uns ein Vorbild!

Wir sind auch Referentinnen

Die Iniative „Wir im Quartier“ ist ein Zusammenschluss von verschiedenen Akteuren in Hamburg, die gemeinsam mit Geflüchteten Angebote schaffen.
Dazu gehört auch die Gesprachsreihe Sichtweisen, zu der wir als Referentinnen eingeladen waren. In dem folgenden Beitrag wird die Veranstaltung so gut beschrieben, das können wir nicht besser. 😉

Hier geht es zur Seite von „Wir im Quartier„.