Neuigkeiten

Und wie lernst du?

Big Sister Anne-Marie stellte im Oktober ein Thema vor, dass für alle Sisters von zentraler Bedeutung ist: „Wie lerne ich?“ und „Wie lerne ich effektiv?“.

Viele der Teilnehmerinnen haben im kommenden Sommer Prüfungen. Wir beschäftigen uns gemeinsam mit den Möglichkeiten, wie sie sich und ihr Lernen besser darauf vorbereiten können. Einzelne Mädchen haben bereits ihre individuellen Strategien gefunden. Davon habe sie in der Gruppe berichtet und Tipps gegeben. Von Karteikarten, dem täglichen Wiederholen bis hin zu Pausen und gesunder Ernährung, waren da unterschiedliche Ideen dabei. In dieser gewachsenen Gruppe trauen sich Einzelne ganz offen zuzugeben, wie schwer es ihnen fällt, sich auch wirklich auf  das Lernen zu konzentrieren. Wer kennt das nicht?!

Interviewpartnerin für naturwissenschaftliche Berufe gesucht

Nach den Schulferien wollen wir wieder Frauen an ihren Arbeitsplätzen zu ihren Berufen interviewen.

Hierzu sind wir auf der Suche nach interessanten Begegnungen mit Frauen, die im naturwissenschaftlichen Bereich arbeiten und uns davon berichten wollen. Das könnte zum Beispiel eine Physikerin, eine Biologin oder auch Chemikerin sein…

Wer hat eine Idee und könnte uns einen Kontakt vermitteln? Hier finden sich unsere Kontaktdaten. Vielen Dank!

Ausflug zum Norden Festival

Mitte September fuhr ein Teil der Sisters Network Gruppe für einen Tag auf das „Norden Festival“ in Schleswig, ganz im Norden Schleswig-Holsteins. Die Einladung, dieses nordische Kunst- und Kulturfestival zu besuchen, bekamen wir von Manfred Pakusius, dem Initiator und Leiter der Veranstaltung.

Morgens früh starteten wir gemeinsam am Hauptbahnhof in Hamburg und erreichten nach gefühlten 20 Minuten gegen Mittag das Festivalgelände, welches direkt an der Schlei lag. In den folgenden Stunden nutzten die Sisters fast alle Möglichkeiten, die das „Norden“ anbot. Ob Bogenschiessen, Klettern bis in 10 Metern Höhe, Zaubershow, verschiedene Konzerte oder ein Tanzworkshop – der Tag hätte ruhig noch etwas länger sein dürfen. Was eine besondere Ehre war: Manfred Pakusius nahm sich persönlich für uns Zeit. Er führte uns über das Gelände, berichtete über die Planungen für ein Event dieser Größenordnung, was ihm daran besonders wichtig ist, nahm uns mit in den Backstagebereich, wo wir Künstler kennenlernen konnten und beantwortete alle unsere Fragen.

Damit wir am Abend wieder pünktlich zurück in Hamburg sein konnten, ging es gegen 18:00 Uhr wieder zurück zum Bahnhof. Dank WhatsApp&Co hatten die anderen Sisters schon am Tag mitverfolgen können, was sie versäumten.
Kein Sorge, wir haben Ideen für weitere Ausflüge.

Ach, ja: „Norden, the nordic art festival 2019“ Wir kommen wieder 🙂

In der Bahn nach Schleswig
Die Sisters üben Bogenschiessen
Noch am Boden
… und dann in ca 10 Metern Höhe

Sommerfest mit Neda Rahmanian

Auf unserem Sommerfest lernten die Sisters nun endlich Neda Rahmanian kennen, die Schirmfrau von Sisters Network. In den vergangenen Monaten war Neda zu Dreharbeiten in Kroatien und verfolgte aus der Ferne, was wir bei Sisters Network gemeinsam erlebten. Sie war sehr gespannt auf die Mädchen und tauchte bei diesem Treffen sofort ein in unsere lebendige und quirlige Gruppe. Da ging es in den Gesprächen in der Runde am großen Tisch gleich um die verschiedenen Erfahrungen des Lebens mit kultureller Vielfalt, um die Biografien als Frauen, dem Leben und Arbeiten in Deutschland.

Für unser buntes Buffet hatten alle etwas beigesteuert und so saßen wir bei internationalen Köstlichkeiten lange zusammen. Zu späterer Stunde gabe es dann noch Spiele, wie zB „Wer bin ich“, bei dem jede einen Zettel mit dem Namen einer bekannten Persönlichkeit auf die Stirn bekam und sich durch Ja/Nein Fragen die Lösung herausfinden konnte.

Wir sind in den vergangenen Monaten sehr vertraut miteinander geworden. Viele Erfahrungen haben wir gemeinsam gemacht. Wir haben diskutiert, gelacht und uns auch kraftvoll auseinandergesetzt. Die Reise nach Ratzeburg hat dieses noch vertieft. Nun, so kurz vor den Sommerferien, geht das erste Kapitel zu Ende.

Die Sisters berichten, dass sie in dieser Gruppe sehr gestärkt werden. Dass es ihnen Orientierung gibt, wie sie die nächsten Schritte in die Berufstätigkeit gehen können. Das Erleben dieser Gemeinschaft, die sich gegeseitig unterstützt, fehlte eigentlich allen. Durch den Verlust der Heimat, waren die meisten von dieser Qualität der ausserfamiliären Kontakte beraubt. Für Einzelne konnten wir Praktika vermitteln und die Teilnahme eines internationalen Sprachcamps ermöglichen. Wir nutzen unsere umfangreichen persönlichen Netzwerke um die Sisters bei drängenden Fragen, wie z.B. Wohnungssuche und Ausbildungssuche zu unterstützen.

Hinter den Kulissen setzen wir uns intensiv dafür ein, dass wir diese Gruppe nach dem Sommer weiter führen können. Gespräche hierzu laufen. Einige Plätze wollen wir neu schaffen und sind offen für Bewerbungen von jungen Mädchen, die gerne bei Sisters Network mitmachen wollen, ob als Sister oder Big Sister.
Je nach Möglichkeiten, können wir uns auch vorstellen weitere Sisters Network Gruppen anzubieten, die dann von verschiedenen Frauen geleitet werden. Auch hierfür gibt es schon Vorgespräche.

Wir möchten uns an dieser Stelle besonders herzlich bei der Homann Stiftung bedanken, deren Vertrauen in das Konzept und deren finanzielle Unterstützung für Sisters Network diesen gelungenen Projektstart überhaupt erst ermöglichte.

Wenn auch Sie gerne diese Arbeit unterstützen möchten, oder auch Ideen für eine Zusammenarbeit haben, freuen wir uns sehr über Ihre Nachricht.

Sisters an die Flipchart

Ganz am Beginn unserer Treffen wurden die Sisters gefragt, was sie anderen beibringen könnten. Eine Frage, zu der einige nur sehr schwer eine Antwort fanden. Ein Beispiel haben wir nun bei einem Freitagstreffen erleben dürfen. Mehrere von ihnen haben gezeigt, wie sich die arabische Schrift aufbaut und einige Variationen davon erklärt.  Da gibt es in der einen Form noch eine Menge Punkte, die die Zeichen ergänzen. Spannend, weil auch die Mädchen untereinander im Gespräch waren und eine Menge regionaler Unterschiede heraus gefunden haben.

Wie lebt es sich in einem Wohnprojekt?

 

Diese Frage haben wir Sigrid Mund gestellt, die in einem Wohnprojekt in Hamburg lebt. Hierfür besuchten wir sie in Hamburg Sankt Pauli. Für einige von uns war es der erste Besuch im Umfeld der Reeperbahn, die bei Tageslicht gar nicht so gefährlich aussah. Sigrid zeigte uns zuerst die verschiedenen Häuser und gab uns damit einen ersten Überblick. In dem Gemeinschaftsraum konnten wir dann viele Fragen stellen. Zum Beispiel, wie sie es als Bewohner schaffen, gemeinsame Entscheidungen zu treffen (was auch mal mühsam an dieser Wohnform sein kann), wie hoch die Kosten sind u.s.w. .

Dann im Anschluss durften wir Sigrids Wohnung anschauen, in die wir alle auch gerne einziehen würden! In diesem zweiten Teil unseres Treffens haben wir die Chance für ein Interview genutzt. Für uns Sisters ging es dabei um Sigrids Beruf, denn dieser hat eine Menge mit den Themen von Sisters Network zu tun. Als Berufberaterin für junge Migranten hat sie täglich mit den Fragen zu tun, die sich auch für uns stellen. Hört doch einfach mal rein:

Mit Atlas in den Park

In der vergangenen Woche haben wir unser Freitagstreffen in den Park verlegt. Mit Blick auf die Alster und den Hayns Park haben wir die Woche ausklingen lassen. Auf mitgebrachten Decken lag dann ein alter großer Atlas mit Karten aus aller Welt in unserer Mitte. Ein gute Gelegenheit für uns und die Sisters mehr über die Orte und Länder zu erfahren, in denen sie aufgewachsen sind. Wir hörten Geschichten zu Städten, Gebirgen, Flüssen und lange Wanderungen.

Der Traum vieler Mädchen: Ärztin werden

Der Beruf der Ärztin ist weltweit sehr gut angesehen. Auch in der Gruppe von Sisters Network gibt es mehrere Sisters, die schon seit Kindertagen dieses Ziel für sich gewählt haben. Wer mit etwa 16 Jahren nach Deutschland gekommen ist, für den steht der Spracherwerb und das Zurechtfinden im Vordergrund. Pläne für das eigene Studium werden hierdurch oft auf eine harte Probe gestellt. Bei unserem Besuch bei Frau Dr. Kühler, die eine Frauenarztpraxis in Hamburg Eimsbüttel hat, konnten viele Fragen nach Ausbildungs- und Studienwegen gestellt werden. Auch hier war wieder spannend, wie sich die Chancen von Frauen in ärztlichen Berufen in den letzten Jahrzehnten gewandelt haben.
Nebenbei bekamen die Mädchen die Chance sich ganz ungezwungen mit einer Frauenärztin zu unterhalten und ihr vor dem eigentlichen Interview in vertrauensvoller Runde Fragen stellen zu können.
Das würden wir als Erfahrung noch viel mehr jungen Frauen wünschen!

Zu Besuch bei der Frauenärztin Frau Dr. Kühler von der Praxis am Heussweg

Back in town

Einführung in das Thema Konfliktlösung durch Camilla

Sisters Network verbindet verschiedene Aktivitäten, was unsere Begenungen besonders abwechslungsreich und spannend gestaltet.
Gerade eben noch gemeinsam unterwegs in Ratzeburg, sind wir mittlerweile wieder zurück in Hamburg bei unseren regelmäßigen Wochentreffen. Die Räume im Goldbekhaus und die Rufe der Gänse im Vorbeiflug am Goldbekkanal sind uns inzwischen vertraut.
Von Big Sister Camilla kam der Vorschlag, ob wir uns nicht mal mit dem Entstehen von Konflikten und Lösungsmöglichkeiten beschäftigen wollen. Gedacht, getan, am vergangenen Freitag stellte sie uns in Grundzügen das Modell der gewaltfreien Kommunikation vor. In kleinen Improvisationen wendeten die Sisters erste Ideen daraus an. Es wurde schnell klar, wie viel dieses Thema uns im Alltag begegnet und das wir uns auf jeden Fall hiermit weiter beschäftigen werden!

Sisters Network unterwegs

5 Tage nur für uns – Wir entern Ratzeburg

Auf die gemeinsame Reise nach Ratzeburg haben sich die Sisters schon seit Monaten gefreut. Wir wurden beschenkt mit genialem Sommerwetter, Sonnenschein vom Morgen bis zum Abend.
In der wunderschön am Ratzeburger See gelegenen Jugendherberge fühlte es sich an, als ob wir in einem Luxus-Hotel eingecheckt hätten.
Die Tage waren bis oben gefüllt mit verschiedenen Aktivitäten. In unserem Gruppenraum haben wir uns tagsüber mit unterschiedlichen Themen beschäftigt. Dabei ging es z.B. um den eigenen Kulturbegriff, die unterschiedlichen Lebensgewohnheiten in den Herkunftsländern im Vergleich zum Leben in Hamburg, als auch z.B. um die UNO Menschenrechtscharta mit ihrem Anspruch und Realität. Der Geist bekam also eine Menge Input.
Für den Körper gab es Tanz bis in den frühen Morgen, Kanu- und Tretbootfahren, Spaziergänge, gemeinsames Schwimmen und die köstliche Verpflegung durch die Jugendherberge.
Eingebettet war dies alles in Musik, in gemeinsames Spiel, einen Ausflug an den Schaalsee und intensive Gesprächen in den unterschiedlichsten Konstellationen. Was wir bei diesem Programm sogar noch schafften, sind zwei Interviews mit Rolemodels vor Ort.
Erschöpft und erfüllt kamen wir zurück nach Hamburg. Es war ein unvergessliche Reise, die geprägt war von einem Sinn für die Gemeinschaft, herzlichem Miteinander und der gegenseitigen Unterstützung. Großes Kino 🙂

Während eines Tagesausfluges an den Schaalsee durften wir Sabine Löwel auf ihrem Bauernhof besuchen. Schon die erste Begegnung mit ihr beeindruckte die Mädchen, denn sie kam uns auf ihrem Trecker entgegen. Nach einer Hofführung, bei der ganz mädelslike erst einmal Lämmer beschmust wurden, erfuhren wir mehr über alte Haustierrasssen, sahen Schafe, Schweine, Hühner und schottische Hochlandrinder. Spannend anzuhören, was die Sisters so alles wissen wollten:

Zurück in Ratzeburg begrüßten wir am selben Abend noch einen Gast in der Ratzeburger Jugendherberge:
Frau Marion Wisbar, Geschäftsführerin des Modezentrums in Ratzeburg und Kommunalpolitikerin für die CDU im Kreis, nahm sich für Sisters Network Zeit. Zu ihrem Werdegang und politischen Engagement hatten die Mädchen viele Fragen, die sie ausführlich beantwortete:

Frau Marion Wisbar (hinten fünfte von rechts) und Sisters Network

 

viele Fotos von dieser Reise gibt es hier